Auf
Grund häufiger Irritationen weist das für Lautsprecher zuständige
Normungsgremium "UK 742.5" auf folgende Erläuterungen zu
Leistungsangaben von Lautsprechern hin.
PMPO (Peak Music Power Output, Pulse Maximum Power Output, Peak Momentary Power Output, Peak Maximum Power Output)
Zu diesem (PMPO) Unsinn Begriff gibt es keine anerkannten Definitionen und
Messverfahren. Vornehmlich für Verkaufsaussagen soll diese geschätzte
Leistungsangabe hohe Werte suggerieren. Grundlage ist eine geschickte
Verrechnung von Werten unter optimalen Annahmen, wie: Kurzzeitimpuls,
Schätzung des theoretischen Maximalwerts, Verzerrungen 5% und mehr, bei
Mehrkanalsystemen Addition sämtlicher Kanäle usw.. Eigentlich bezieht
sich diese Angabe auf die Ausgangsleistung (output power) eines
Verstärkers, wird inzwischen aber auch für die Kennzeichnung der
Eingangsleistung von Lautsprechern verwendet.
In einem Vergleich mehrer Einzellautsprecher wurden Faktoren von 8
bis 50 zwischen den PMPO-Leistungsangaben und der genormten
Nenn-Sinusleistung eines Lautsprechers festgestellt. Bei Addition aller
Kanäle eines Mehrkanalsystems kann dieser Faktor mehr als 100 betragen.
Ein Beispiel ist die Angabe "300 W PMPO" für ein
Stereo-Lautsprecherpaar, bestehend aus zwei Lautsprechern mit einer
Nenn-Sinusleistung von jeweils 3 W.
In der Regel ist davon auszugehen, dass PMPO-Angaben ein Kennzeichen
für einfache (meistens Billige) Geräte (low end) sind. Der Anwender soll über das wahre
Leistungsvermögen im Unklaren gelassen werden. Experten lehnen die
PMPO-Leistungsangabe ab, da diese ohne Aussagekraft für die Anwendung
ist.
Bei Geräten für höhere Ansprüche stellen seriöse Hersteller
ausführliche Datenblätter zur Verfügung und werben mit genormten,
nachvollziehbaren Kennwerten.
Zitat von einem Kunde.
"Die PMPO-Zahl ist höchstens ein Index für die Lautstärke, die
Lautsprecher-Boxen erzeugen, wenn man sie gegen eine Betonwand wirft."